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Nisyros

Insel Kos: Ausflug nach Nisyros

Schon von weitem erkennt man den vulkanischen Ursprung von Nisyros (auch Nissiros). Aber nicht zu sehen ist das riesige Tal des Kegeleinsturzes im Inneren. Die Nachbarinsel von Kos verfügt über kein eigenes Trinkwasser. Daher wird sie meistens nur als Ausflugsziel von den auf den Nachbarinseln wohnenden Touristen frequentiert. Diese bleiben dann meistens nur für einen Tag, besuchen das berühmte Kloster in Mandraki und die Caldera, um ein wenig Schwefel zu schnuppern.
Uferpromenade mit Johanitterburg und Kloster
Weitere BilderDer schattige Dorfplatz von Mandraki
Der schattige Dorfplatz von Mandraki Bildrechte: in Reisefotografie
Im Vulkankrater Stephanos
Im Vulkankrater Stephanos Bildrechte: in Reisefotografie

Mandraki, der Hauptort von Nisyros

Der Hauptort von Nissiros heißt Mandraki. Er ist ein wahres Paradies für Hobbyfotografen oder solche, die es werden wollen: die engen verwinkelten Gassen mit ihren schmucken weißen Häuschen geben den perfekten Kontrast vor dem Blau des Himmels und des ägäischen Meeres. Der Spaziergang in den schattigen Gassen des Dorfes Mandraki gibt gleichzeitig Ruhe und Kraft. Macht aber auch neugierig, hinter die nächste Ecke zu schauen. Manchmal tut sich der Blick auf die weiß getünchte Johanniterburg mit dem berühmten Kloster Panaghía Spilianí auf. Sie thront majestätisch auf einem Felsen über Dorf und Meer. Sie ist auf die ältesten bizarren und aufgrund des hohen Eisengehaltes teils rostroten Felsen von Nisyros gebaut. Was für Farben! Der kleine Platz in der Dorfmitte ist eine schattige Oase. Dicke, knarzige Bäume bilden ein gemütliches Dach über die Tische und Stühle der Kneipen. Hier treffen sich auch die Einheimischen zu einem Gläschen. Wer sich dazu gesellen möchte, hat es mittlerweile einfacher: Mittlwerweile gibt es einige Übernachtungsmöglichkeiten, zwar immer noch sehr einfach, aber sauber und zu empfehlen.
Weitere Seiten: Fotos aus Mandraki

Nissiros verfügt über eines der besten Schulsysteme Griechenlands - zumindest war das vor der Griechenland Krise so. Verdanken hat Nissyros das einem hohen Wohlstand. Dieser resultierte nicht wie bei den meisten anderen Inseln auf den Tourismus. Die Haupteinnahmequelle ist die Bimssteinförderung. Diese findet nicht auf Nissiros selber, sondern auf dem vorgelagerten Inselchen Ghialí statt.

In der aufkommenden Mittagsonne kann sich der Weg hoch zum Kloster schon mal recht beschwerlich gestalten. So dient das fotografieren auch zum kurzen Ausruhen. In dem Kloster gibt es ein heilige Ikone. Daher wird einmal jährlich eine Woche lang Wallfahrt gefeiert, zu der viele von Nissiros stammenden Leute dahin zurückkehren. Diese spenden das viele in Amerika oder sonst wo verdiente Geld den Inselbewohnern - die zweit wichtigste Einnahmequelle.

Unter dem Kloster liegt sozusagen das Fundament von Nissiros. Die ältesten Steine sind natürlich auch vulkanischen Ursprungs und durch den hohen Eisengehalt und Korrosion rostrot gefärbt. Wie gut tut nach diesem Marsch ein Lunch in einem der Strandrestaurants. Hier bekommt man herzhafte traditionelle Küche zu sehr guten Preisen angeboten. Dabei schaut man auf das Blau des Meeres und freut sich, wenn die Gischt ein paar erfrischende Spritzer bis zu seinem Sitzplatz schleudert.

Im Inselinneren von Nysiros

Irgendwann in grauer Vorzeit explodierte die Kegelspitze von Nissiros. Daher befindet sich im Inneren der Insel eine Caldera, das ist sowas wie ein Riesenkrater. Der eine Teil davon sieht aus wie ein fruchtbares Tal, der andere hat mehr etwas mit einer Mondlandschaft zu tun. Zwar lange nicht so bizarr wie auf Lanzarote oder Big Island, aber dennoch schon allein aufgrund seiner Größe beeindruckend. Innerhalb dieses Tals gibt es 5 kleinere Krater. Der größte davon trägt den Namen Stéfanos. Er ist 350 Meter lang. 250 Meter breit.

Der Fußweg runter ist ein wenig rutschig, kann aber auch von älteren Leuten recht gut bewältigt werden. Dagegen sollten Herz- und Kreislaufkranke etwas vorsichtiger sein: Denn wenn es oben schon heiß war, unten ist es mit ca. 50 Grad C heißer. Dazu gesellt sich das Problem der giftigen Schwefeldämpfe. Überall im Stéfanos finden sich solch kleine - mit gelben Schwefelkristallen umrandete - Löcher, aus denen mit dem bloßen Auge sichtbar Dampf heraussteigt. Das riecht man, das sieht man, der steigt einem in den Kopf. Dazu gesellt sich die Hitze: Während die Sonne von oben in den Stephanos hineinbrennt, wärmen die bis zu 98 Grad C heißen Dämpfe von unten - Backofenatmosphäre!

In der Mitte des Stéfanos sieht der Boden aus, als wenn er aus einem geschliffenen Mosaik zusammengesetzt wäre. Doch auch hier findet man viele sanft vor sich hin rauchenden Löcher. Diese Dampfphase, in der sich der Vulkan befindet, ist übrigens typisch für ruhende und erloschene Vulkane. Würde man diese Energie im Erdinneren für den Bau eines Kraftwerkes nutzen, könnte man mehr als den 8 fachen Strombedarf des ganzen Dodekanes erzeugen. Da das ein wenig viel ist, lässt man es scheinbar lieber.

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Reisebericht von Hihawai, bei Hihawai.com veröffentlicht am 2010-07-12T10:26
Letzte Änderung: 11.04.2016 um 11:07 Uhr

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