Hihawai Logo - Link zur Startseite
Diese Webseite verwendet zu Analysezwecken Cookies. Weitere Informationen und/oder Abschalten hier..

Camping Lanterna Porec

Istriens schönster Campingplatz - Campingträume in Lanterna

Seit 2 Tagen waren wir jetzt unterwegs. Wir, damals 2 junge Burschen, Anfang 20, auf dem Weg in den ersten großen Urlaub nach Jugoslawien. Am ersten Tag waren wir von Bielefeld bis nach Kötschach-Mauthen gefahren.
Campingplatz Lanterna: harmonisch und gepflegt
Weitere BilderSonnenuntergang auf dem Campingplatz Lanterna
Sonnenuntergang auf dem Campingplatz Lanterna Bildrechte: in Reisefotografie
Hatten müde im strömenden Regen das kleine 2-Mann-Zelt aufgebaut. Und da wir noch niemals Camping gemacht hatten, war natürlich alles schief gegangen. Das Zeltgestänge wollte nicht passen, die Luftmatratze war undicht und zu allem Unglück war jede Menge Regenwasser durch den Zeltboden gesickert und am Morgen alles nass und kalt. Der nächste Tag war auch nicht sonderlich erfreulich. Der Plöckenpass hatte den alten R4 an den Rand seiner Leistungsgrenze gebracht und schließlich, das Navi war noch nicht mal in Gedanken erfunden, hatten wir uns in Triest fürchterlich verfahren. Nach Stunden, die Nerven Lagen blank und keiner mochte zugeben, dass wir doch besser in den Schwarzwald gefahren wären, waren wir in Koper an der Grenze angelangt.

Der Zöllner musterte uns finster, was keine Wunder war, denn nach der Regennacht in Österreich sahen wir alles andere als salonfähig aus. Nach einem langen Blick auf unsere Ausweise und das keineswegs geordnete Innere unseres klapprigen R4 durften wir passieren. Eigentlich wollten wir nach Pula, da sollte immer schwer was los sein, hatte man uns erzählt. Doch die Müdigkeit und das Ächzen unseres Autos, wenn wir wieder mal ein Schlagloch erwischt hatten, lies uns nach einem früheren Ziel Ausschau halten. Der strahlende Sonnenschein an diesem Dienstag Nachmittag am 8. Juni 19971, lies die schlechte Laune schnell verfliegen. Mehr als die wunderschöne Landschaft am Wegesrand, zogen die kleinen, oftmals abenteuerlich aussehenden Restaurants unsere Blicke an. Ganze Ferkel am Spieß, knusperig braun, zogen unsere Blicke magisch an. Hunger hatten wir schon seit Stunden, doch noch nicht den Mut gefunden eine solche für uns ungewöhnliche Lokalität zu besuchen. Schließlich obsiegte der Hunger und alle Ängste, ob man uns auch verstehen wird, oder gar wegfängt, wurden über Bord geworfen.

Schließlich saßen wir kurz hinter Novigrad in einer kleinen Konoba und ließen uns eine Riesenportion Spanferkel mit Krautsalat und einer unbekannten, aber leckeren roten Paste Namens Ajvar schmecken. Da der ungewohnte, aber sehr köstliche Rotwein etwas unsere Sinne verwirrte, fragten wir nach einem Campingplatz in der Nähe. Nur wenige Kilometer entfernt, wurde uns in recht gutem Deutsch erzählt, habe an diesem Tag ein neuer Campingplatz eröffnet.

Lanterna
Kurz nach 19.00 Uhr erreichten wir diesen Platz und wähnten uns im Paradies. Eine herrliche Bucht mit glasklarem Wasser, ein urwüchsiges Gelände und ein freundlicher Mann deutete uns an, dass wir unser Zelt da aufbauen können, wo es uns gefällt. Das dass Zelt immer noch nass war und die Luftmatratze fast platt, störte und nicht mehr. Vielleicht lag es auch am Wein (wir hatten uns noch eine Flasche in dem kleinen Supermarkt auf dem Platz gekauft), wir schliefen phantastisch. Der Rest ist schnell erzählt. Lanterna, so erfuhren wir, heißt soviel wie Leuchtturm. 500 Stellplätze gab es auf diesem Platz, von denen an dem Tag allerdings nur wenige belegt waren. Neben den beiden sauberen Waschhäusern gab es ein Restaurant und den schon erwähnten Supermarkt. Das schönste war das Gelände mit alten Bäumen, Wiesen, Pflanzen und der urwüchsige Strand. Das man ob der spitzen Steine und nach der Bekanntschaft mit Seeigeln besser Badeschuhe trug, hat seinerzeit die Freude an diesem Platz nicht getrübt.

40 Jahre später
Juni – gespannte Wiedersehensfreude. Wer einen gealterten, abgenutzten Platz erwartet, der hat sich gründlich getäuscht. Lanterna ist noch schöner und im Grunde jünger geworden. Der erste Eindruck - ein Duft von Rosmarin, Lavendel und Salbei streichelt die Sinne, Kräuter die dort an jeder Ecke wachsen. Gepflegtes Grün, Büsche und Bäume, hinter denen sich Zelte, Wohnwagen und Mobilheime harmonisch in die Landschaft einfügen. Erinnerungen werden wach, so gepflegt war es damals nicht. Egal wo man hin kommt, sei es die Rezeption, die Straßen, Gebäude, alles ist blitzsauber. Erst recht die Sanitäranlagen, zu denen wir später noch kommen. Da ist auch noch das Restaurant Adria, das es schon damals gab. Es ist das gleiche Gebäude wie früher, nur das es ausschaut, als sei es erst gestern gebaut worden. Keine Abnutzungsspuren, kein Verfall, blitzsauber, freundlich und einladend. Die Speisekarte hat sich im Laufe der Zeit gewandelt, traditionell, aber auch moderne Küche. Das angeschlossene Take Away – Restaurant, das Grillhähnchen, Pizzen, Pommes und vieles mehr anbietet, ist neu und passt perfekt in unsere Zeit.

Groß und sehr gut
Aus dem bescheidenen Platz von damals ist eine kleine Campingstadt, mit einer perfekten Infrastruktur, geworden. Gut 3 Kilometer gepflegte Strände. Nicht mehr die spitzen Steine von früher, sondern mit Kies planierte Strände und viele kleine Buchten, an den das Baden in dem kristallklaren Wasser Spaß macht. Das Wasser ist aber nicht nur klar, sondern auch sauber, wie die blaue Flagge beweist. Vergeblich sucht man heute im Wasser die pieksigen Kameraden von einst, die Seeigel. Für die ist das Wasser hier zu sauber. Müßig zu erwähnen, das es selbstverständlich eine Slipanlage und einen Bootshafen gibt. Wassersportler kommen voll auf ihre Kosten.

Insgesamt ist das Gelände heute 80 Ha, also 800.000 Quadratmeter groß und beherbergt 2850 Stellplätze. Für manche auf den ersten Blick eine erschreckende Zahl, von der man aber auf dem riesigen Gelände so nichts merkt. Lanterna vermittelt den Eindruck, dass sich eine Vielzahl von kleinen Campingplätzen zu einem harmonischen Ganzen vereint hat. Das liegt auch daran, dass der Platz nicht uniformiert wirkt, sondern viele unterschiedliche Plätze bietet, die sich in die Ursprünglichkeit der mit alten Pinien und Eichen durchzogenen Landschaft einfügen. So urwüchsig das Gelände ist, so gepflegt ist es auch. Hinter der Natürlichkeit steckt schon Struktur, die ständig durch ein Heer von Mitarbeitern gepflegt wird. Die Lage und die Landschaft sind der eine Punkt, der Lanterna zum schönsten Campingplatz Istriens macht. Der andere Punkt sind die einmalige Gepflegtheit und Sauberkeit des Platzes und ausnahmslos aller Anlagen, Gebäude und Einrichtungen. Nur ein Beispiel, wenn gleich ein sehr wichtiges: Gleich in welches der 16 Sanitärgebäude man kommt, sie sind so sauber und gepflegt, das man sprichwörtlich vom Fußboden essen könnte. Blitzblanke Waschplätze, Duschen, Toiletten, ohne Schmuddelecken. Besonders zu erwähnen, die liebevoll hergerichteten Sanitärabteilungen für Kinder mit kleinen Badewannen und allem was Eltern und Kinder sich wünschen.

Preiswert und fair
Kroatien ist nicht mehr das Billigland von einst. Dennoch ist es im Vergleich zu anderen südeuropäischen Ländern hier noch immer preiswerter. Das fängt bei den Übernachtungspreisen an und spiegelt sich auch deutlich bei den Ausgaben für Essen, Trinken und in der Gastronomie wieder. Für rund 6 bis 7 Euro bekommt man eines der traditionellen Hauptgerichte, seien es Calamaris, Cevapcici oder Spanferkel vom Grill. Eine reichlich bestückte Fischplatte schlägt mit etwa 10 bis 14 Euro zu Buche. Dabei muss erwähnt werden, das die Gastronomie in Lanterna und hier besonders das Restaurant Adria nicht nur sehr gut, sondern auch nicht teuerer ist, als vergleichbare, außerhalb der Anlage liegende Wirtshäuser. Noch ein Novum, was diesen Platz so liebenswert macht. Üblicherweise sind die Preise von Supermärkten auf Campingplätzen in ganz Europa deutlich höher, als die der Konkurrenten in den Städten. Hier ist es eher umgekehrt. Die Preise können sich mit denen in Porec oder Novigrad befindlichen Märkte nicht nur messen, einige Artikel sind in Lanterna sogar preiswerter. Ein leckerer Service auch die auf dem Gelände von Lanterna verteilten kleinen Backshops. In den sauberen kleinen Holzhäusern werden frisch, vor Ort gebackenes Brot, Brötchen und Kuchen angeboten. Und wer nicht angeln gehen mag, der findet einen kleinen Fischmarkt, der fangfrisches aus der Adria anbietet.

Für jeden etwas
In Lanterna bleiben keine Urlaubswünsche offen. Familien werden die gepflegten Spielplätze und die große Kinderpoolanlage mit dem Miniclub Maro zu schätzen wissen. Für die Großen gibt es einen großzügigen, meerwassergespeisten Poolkomplex mit Whirlpool. Eine weiteres Freizeitbad ist derzeit in Planung. Wer mit sich selbst nichts anzufangen weiß, dem bietet das Animationsprogramm Abwechselung. Sportmöglichkeiten gibt es ohne Ende, Bars dem Müßiggänger Chancen zur Entspannung. Wer im Nacken und Rücken verspannt ist, findet Hilfe in dem Wellness- und Massagesalon. Wessen Lust das Shoppen ist, der kann seine Kuna ( 1 Kuna sind ca. 0,14 €) in einem der vielen kleinen Lädchen im istrianischen Stil ausgeben. Ins Internet gehen, W-Lan, Geld wechseln, Zeitungen kaufen, Ausflüge buchen, Eis essen – alles ist in Lanterna möglich. Wer noch keine Erfahrungen mit dem Thema Camping gemacht hat, der kann hier ein Zelt, einen Wohnwagen oder eines der perfekten 430 Mobilheime mit Klimaanlage, Küche, Bädern und Terrasse mieten, die auf dem ganzen Gelände verteilt sind. Wer das einmal probiert hat, der kommt garantiert wieder.

Ein Fazit:
Es gibt viele Campingplätze in Istrien, mehr oder minder schön. Doch keiner kann sich mit Lanterna messen. Nicht umsonst hat der Platz diverse Auszeichnungen bekommen und wurde vom ADAC zum Superplatz des Jahres 2011 gewählt. Neben der einmaligen landschaftlichen Schönheit, Sauberkeit und Ordnung, die bei der Rezeption anfängt, sich in den Sanitärgebäuden, Geschäften und Restaurants fortsetzt und bei den kleinen Grillplätzen nicht aufhört, kommt noch etwas hinzu, das diesen Platz so einmalig macht, die Freundlichkeit und Herzlichkeit, der über 120 Mitarbeiter, die sich im Hintergrund um das Wohl der Gäste kümmern. Dieser Platz hat Flair, er hat ein Herz und eine Seele. Dass das so ist, verdankt Lanterna einem Mann: Viktor Zuzic, er leitet den Platz seit über 30 Jahren. Er ist das Herz und die Seele, er hat Lanterna ein unverwechselbares Gesicht geben. (Ende Artikel)

Links

Artikel von Dieter Piening, bei Hihawai.com veröffentlicht am 2011-06-29T15:51
Letzte Änderung: 30.09.2014 um 12:00 Uhr
Copyright: ARR - Link:

Zelt, Camping, Campinplatz, Lanterna, Zeltgestänge, Luftmatratze, Plöckenpass, Pula, Stellplätze, Duft, Sauberkeit,

[ Zurück ]

Diese Artikel könnten Dich auch interessieren

Ausergewoehnliche Unterkuenfte fuer Abenteurer in den USA

Glamping-Camp Sarika in Utah by Brand USA via Lieb Management
Glamping-Camp Sarika in Utah Bildrechte: in Reisefotografie

Fernweh und Tagträume führen derzeit meist hinaus in die Natur: frische Luft, kleine Fluchten aus dem Alltag und Weite waren selten so wichtig wie jetzt gerade. Orte abseits der Touristenpfade und besondere Unterkünfte liegen im Trend. Dieses Jahr und 2021 eröffnen viele neue Unterkünfte in den Vereinigten Staaten, die Bucketlist-Potential haben – von einem Airstream über Baumhäuser bis hin zu unterirdischen „Gully Huts“. Visit The USA empfiehlt acht besondere Unterkünfte als Inspiration für Reiseträume


Weiter...

Camping in Frankreich: Les Castels Sterne mit Herz und Seele

Die Mündung der Somme bei Saint Valery-Sur-Somme by Hihawai
Die Mündung der Somme bei Saint Valery-Sur-Somme Bildrechte: in Reisefotografie

Altweibersommer auf Frankreichs Top-Campingplätzen.

Die Castel Campings bieten nicht nur zur Sommerzeit ein Campererlebnis par excellence. Der angekündigte Altweibersommer ist die ideale Saison die Schätze der Regionen Frankreichs nochmals zu erkunden. Das zu optimalen Preisen. Dabei lacht das Haushaltsbudget wie Camping-Fans.


Weiter...

Glamping - das neue Luxuscamping hat einen ersten eigenen Glampingplatz bekommen.

Camping Orlando Lodgesuite mit Himmelbett und Badewanne by Camping Orlando
Camping Orlando Lodgesuite mit Himmelbett und Badewanne Bildrechte: in Reisefotografie
Aus Camping wird Glamping: Um dem Ruf nach mehr Luxus und Komfort gerecht zu werden, trennen immer mehr Campingplätze einen Bereich ihres Areals vom normalen Campingbereich ab. Und während sich der normale Camping-Gast immer noch mit den alten Gegebenheiten, wie Gemeinschaftsdusche und -toiletten, abfinden muss, residiert der Glamping Gast luxuriös in einer Lodgesuite oder im Design Mobile-Home. Mit Camping Orlando in Chianti wurde erstmals ein Campingplatz entwickelt, der sich ausschließlich an die Glampinggäste richtet: ein Glampingplatz.
Weiter...

In den Whitsundays können Australien-Urlauber auf einem Ponton am Great Barrier Reef schlafen – Schnorchelausflüge sind inklusive

Sonnenuntergang am schwimmenden Ponton mitten im Reef by cruisewhitsundays.com c/o Global Spot
Sonnenuntergang am schwimmenden Ponton mitten im Reef Bildrechte: in Reisefotografie
Besucher, die das Great Barrier Reef nicht nur am Tag entdecken wollen, können mit Cruise Whitsundays beim sogenannten „Reefsleep“ auch die Nacht direkt am Riff verbringen und so das Riff einmal ganz anders erleben. Die „Reefworld“ ist eine auf dem Riff schwimmende Plattform, auf der die Gäste nächtigen. Der Ponton nahe des berühmten Heart Reefs in den Whitsundays bietet eine klimatisierte Doppelkabine sowie zehn Übernachtungsplätze in Swags.
Weiter...

Nach einer Nacht in der Betonröhre die Muskeln beim Frisbee-Golf entspannen

Übernachten in der Betonröhre in der Sportarena Leukerbad by Camping der Sportarena Leukerbad c/o Schetter PR
Übernachten in der Betonröhre in der Sportarena Leukerbad Bildrechte: in Reisefotografie
In Leukerbad kann man jetzt in ausgebauten Betonröhren übernachten und auf dem höchsten Disk-Golf Parcours der Alpen Frisbee spielen.
Weiter...

Hotel mal Anders: Außergewöhnliche Unterkünfte im Vaucluse

Baumhütte im Luberon by Bastide du Bois Bréant
Baumhütte im Luberon Bildrechte: in Reisefotografie
Auf dem Hausboot, im Baumhaus oder im Zigeunerwagen übernachten! Im Vaucluse müssen Abenteuerlustige nicht unbedingt im Hotelzimmer übernachten.
Weiter...

Camping mit Aussicht: Qualitätsplätze an der schleswig-holsteinischen Ostsee und in der Holsteinischen Schweiz

Fehmarn: Blick von Orth auf die Fehmarnsundbrücke by S.Möller
Fehmarn: Blick von Orth auf die Fehmarnsundbrücke Bildrechte: in Reisefotografie
Wellness und Sport, Kinderanimation und Abendprogramm – Urlaub auf dem Campingplatz ist mittlerweile wie der Aufenthalt in einer Ferienclubanlage. Nur, dass die Unterkunft aus Stoff ist oder motorisiert. Allein 195 der insgesamt 304 schleswig-holsteinischen Campingplätze finden sich an der dortigen Ostseeküste und in der Holsteinischen Schweiz. 2,1 Millionen touristische Übernachtungen wurden dort im Jahr 2009 gezählt, was einem Plus von elf Prozent entspricht. Camping ist Kult.
Weiter...