Urlaub auf der Ile d Oleron
Laissez-faire auf der Ile d'Oléron

Manche Orte leben von ihrer Geschichte und den Bauwerken, die die Vergangenheit für uns lebendig werden lassen. Andere bezaubern mit imposanter Natur wie Wüste, Eis, Berge oder fantastischen Kaskaden. Und wieder andere reißen uns in einen Sog aus pulsierendem Leben - sei es die Geschäftigkeit eines orientalischen Basars oder die nie endenden Parties auf Ibiza. Die Ile d'Oleron vor der französischen Atlantikküste hat nichts von all dem. Und trotzdem ist sie die wohl beliebteste Ferieninsel der Franzosen und wird auch von anderen Nationalitäten hoch geschätzt. Was ist es also, was die 2tgrößte Insel (abgesehen von den Überseedepartements) Frankreichs so beliebt macht?
Vielleicht ist es die Anfahrt zur Ile d'Oleron?
Um die Ile d'Oleron zu erreichen, braucht man sich nicht um eine Flug- oder Schiffspassage zu kümmern. Die Insel ist durch eine Brücke mit dem Festland verbunden, die jederzeit bequem mit dem Auto (seit 1991 sogar mautfrei) befahren werden kann. Bei der Überfahrt hat man die beste Sicht auf das durch mehrere Fernsehspielshows bekannte Fort Boyard, welches leider nicht besichtigt werden kann. In der Ferienzeit und am Ende von langen Wochenenden kann es allerdings zu größeren Staus kommen, wenn Unmengen von Touristen die Insel befahren oder verlassen wollen.
Von diesen Unmengen von Touristen merkt man allerdings recht wenig, wenn man die Überfahrt erst mal hinter sich hat. Die 24 km lange und bis zu 12 km breite Insel präsentiert sich als verschlafenes Nest. Die nur 19.000 Einheimischen verteilen sich auf 8 Gemeinden, so dass der Großteil der Insel aus Wiesen und Wald besteht. Besonders um Le-Grand-Village-Plage, aber auch an vielen anderen Stellen verdecken Kiefernwälder die vielen Campingplätze und Übernachtunsmöglichkeiten in Form von Ferienhäusern. Ebenso verstecken sich einige 5 Sterne Hotels hinter den Nadelbäumen. Kein Wunder, dass auch der Pariser Jet-Set hier regelmäßig Erholung sucht.

Die Straßen sind schlecht und schmal. Nicht selten berichtet ein Camper von den schrecklichen Straßen auf Oleron und wie er deshalb gleich weitergefahren ist. Klar die Insel ist nicht zum Rumfahren gemacht. Aber hat man dann sein Zelt oder seinen Caravan auf einem der Campingplätze unter den Kiefern aufgeschlagen, dann fängt das französische Lebensgefühl an. Der Wind rauscht sanft zwischen den Bäumen und trägt das Geräusch der Brandung herbei. Auf dem Tisch steht ein Pastis oder besser noch: das regionale Nationalgetränk, der Pineau de Charentes, ein aus Traubenmost und Cognac hergestellter Aperetif.
Abwechslung verschafft man sich am Strand. Le-grand-plage kann man von St. Trojan aus mit einem kleinen Touristenzug erreichen. Der kilometerlange Strand mit Surfgarantie ist bei Ebbe auch fast kilometerbreit: Ein imposanter, geradezu karibischer Anblick.
Der Besuch im Fischereihafen La Cotiniere sorgt auch nicht für Action: Kommt man in das kleine Dörfchen lachen einen die ursprünglichen kleinen Häuser an, 3 Grußkartenstände, 2 kleine Cafes. Man denkt unwillkürlich: "schön ist es hier", schaut sich den Hafen an, macht ein paar Fotos und trinkt einen Espresso in einem der Cafes und genießt...
Kurz noch einen Abstecher nach St. Pierre, dem Hauptort der Insel, ein paar Einkäufe in einem der Supermärkte, ein Aperetif vor einem der verschlafenen Cafes: Viel zu beobachten gibt es nicht. Dafür viel französisches Lebensgefühl, - wenn man sich darauf einlässt...

Links
- Was Strandurlaubern im Hinterland entgeht: Unbekannte Côte d’Azur
- Ayurveda im Luxushotel: SwaSwara Resort Indien
Artikel von Hihawai, bei Hihawai.com veröffentlicht am 2006-07-03T11:20
Letzte Änderung: 29.12.2025 um 11:11 Uhr
Insel, Frankreich, Fort Boyard, Brücke, Camping, Atlantik, Meer, Fischer, St. Pierre
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